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PRESSE | Pressemitteilung – 2. Oktober 2012

Pressemeldung zur Pressekonferenz der
Deutschen Akademie für Fernsehen am 2. Oktober 2012

Deutsche Akademie für Fernsehen (DAfF) vergibt 2013 erstmals Preise für kreative Einzelleistungen im Deutschen Fernsehen.
Die Akademie wird sich aktiv am Meinungsbildungsprozess der Fernsehwirtschaft beteiligen.

Die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ (DAfF) plant für 2013 die Verleihung von Preisen die im Vorfeld des von den vier großen Sendern ARD, ZDF, RTL und Sat.1 in Köln ausgerichteten „Deutschen Fernsehpreises“ verliehen werden sollen. Der Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen gilt als Auszeichnung für herausragende kreative Einzelleistungen in deutschen Produktionen. Im Zentrum steht die Würdigung aller Berufsgruppen innerhalb der Akademie.
In diesem Jahr konnte die Akademie ihre Mitgliederzahl um 40% auf 470 steigern.

Neben den klassischen Kategorien wie Schauspiel, Regie, Maske, Ton, Drehbuch, Szenenbild, nahm die Akademie als neue Sektionen die Gewerke „Stunt“ sowie „Agenten“ auf. Über die Vorauswahl und Nominierungen der einzelnen Gewerke entscheiden die jeweiligen Mitglieder der Berufsgruppen und garantieren damit fachliche Kompetenz als Basis der Preisvergabe. Hier liegt der entscheidende Unterschied zum Jurysystem des Fernsehpreises, der die Einzelleistungen der kreativen Gewerke nicht berücksichtigt, sondern nur das Endprodukt in den Fokus stellt.

Drehbuchautor und Vorstandsmitglied der Akademie, Jochen Greve, sieht den „Alternativen Fernsehpreis“ als sinnvolle Ergänzung zum bestehenden System und strebt eine Kooperation mit den Stiftern des Fernsehpreises an. „Wir suchen nicht die Konfrontation sondern wollen eine inhaltliche Vertiefung der bestehenden Preisvergabepraxis, die nach unserer Meinung stark von den Zwängen der TV-Ausstrahlung reglementiert wird“.

Die Preisverleihung der „Deutschen Akademie für Fernsehen“ soll im Rahmen eines Dinners erfolgen und allein die Preisträger in den Mittelpunkt stellen. Dem Dinner voraus geht ein Symposium, auf dem alle Nominierten ihre jeweilige Arbeit vorstellen und darüber in kurzen Talkrunden mit Kolleg/Innen und Publikum diskutieren. Dazu Vorstandsmitglied Michael Brandner: „Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern fehlte bislang in Deutschland ein vom professionellen Know-How der Fernsehschaffenden bestimmter Fernsehpreis. Unabhängig von politischen Interessen sowie Sender- und Verlegereinflüssen werden die Fernsehmacher selber die herausragenden Leistungen ihrer Kollegen würdigen und auszeichnen.“

Darüber hinaus wird sich die „Deutsche Akademie für Fernsehen“ regelmäßig mit thematischen Diskussionsrunden und Meinungsbeiträgen zu Wort melden, etwa zu den Arbeitsbedingungen, Unterstützung des kreativen Prozesses und Urheberrecht, um sich aktiv an dem Meinungsbildungsprozess innerhalb der Fernsehbranche und der Kulturpolitik zu beteiligen.